Das Klima in Frankfurt: warum kühlen UND heizen zählt
Die Zahlen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für Hessen zeigen, wie deutlich sich das Klima in der Region erwärmt hat – Frankfurt liegt als Wärmeinsel im Rhein-Main-Gebiet sogar am oberen Ende:
| Kennzahl (Hessen) | Früher (Ø 1951–1980) | Heute (Ø 2016–2025) |
|---|---|---|
| Heiße Tage (≥ 30 °C) | 4,4 Tage/Jahr | 13,1 Tage/Jahr |
| Sommertage (≥ 25 °C) | 26 Tage/Jahr | 53 Tage/Jahr |
| Jahresmitteltemperatur | 7,8 °C (1881–1910) | 10,1 °C |
Die heißen Tage haben sich also fast verdreifacht, die Sommertage verdoppelt, und die Jahresmitteltemperatur ist um rund +2,3 °C gestiegen. Genau deshalb lohnt in Frankfurt der Blick auf eine Wärmepumpe, die reversibel ist und im Sommer auch kühlen kann.
Datenbasis: DWD-Gebietsmittel für Hessen (Regionalwert, keine Einzelstationsmessung). Mehr dazu in unserer interaktiven Hitze-Karte.
Die Heizsituation in Frankfurt – ehrlich eingeordnet
Rund 75 % der Frankfurter Haushalte heizen dezentral, überwiegend mit Gas oder Öl; etwa ein Viertel hängt an der Fernwärme von Mainova. Das Netz (rund 300 km) soll bis 2040 klimaneutral werden und dann über 40 % des Wärmebedarfs decken. Für Deine Entscheidung heißt das konkret:
- Eigentümer:in eines Ein-/Zweifamilienhauses: Hier spielt die Wärmepumpe ihre Stärken voll aus – meist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Ideal, wenn Du eine alte Gas- oder Ölheizung ersetzt.
- Mehrfamilienhaus / Eigentumswohnung (WEG): In der dicht bebauten Innenstadt ist eine WP oft schwieriger (Platz für die Außeneinheit, Lärmschutz, WEG-Beschluss). Hier sind je nach Lage Fernwärme oder – für einzelne Wohnungen – eine Luft-Luft-Wärmepumpe (Split) oft die realistischere Lösung.
- Mieter:in: Eine fest installierte Anlage braucht die Zustimmung des Vermieters – der Mietwohnungs-Checker hilft bei der Einordnung.
Förderung in Frankfurt: Bund + Stadt kombinieren
In Frankfurt lassen sich zwei Ebenen kombinieren:
- Bundesförderung (KfW 458): bis zu 70 % Zuschuss für den Heizungstausch – die Basis für alle. Details und die Änderungen 2026 findest Du im Förder-Ratgeber.
- Kommunal: „Frankfurt frischt auf": Das städtische Programm fördert energetische Sanierungen und bezuschusst häufig zusätzlich Fachplanung und Baubegleitung – kombinierbar mit der KfW-Förderung.
Hessen selbst hat aktuell keine eigene Landesförderung für Privatleute – der lokale Hebel ist also die Kombination aus KfW und dem Frankfurter Programm.
Stand: August 2026. Förderprogramme ändern sich häufig – die verbindlichen Bedingungen prüfst Du bei der KfW bzw. der Stadt Frankfurt (Energiereferat) oder mit einem Energie-Effizienz-Experten.
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