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Wärmepumpe

Wärmepumpe Stromverbrauch: wie viel Strom braucht sie wirklich?

Stand: August 2026 · Die Eiseule-Redaktion

Wärmepumpe mit Stromzähler – Sinnbild für den jährlichen Stromverbrauch einer Wärmepumpe.

„Wie viel Strom zieht so eine Wärmepumpe eigentlich?” ist die häufigste Frage vor dem Umstieg – und die wichtigste für die Betriebskosten. Die gute Nachricht: Du kannst den Verbrauch mit einer einzigen Formel selbst abschätzen. Hier sind realistische Werte und die entscheidenden Stellschrauben.

Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe im Jahr?

Für ein typisches Einfamilienhaus liegt der Stromverbrauch grob bei 4.000 bis 6.000 kWh pro Jahr. Als Orientierung pro Fläche rechnet man mit etwa 35–45 kWh je m² Wohnfläche und Jahr – für ein Haus mit 150 m² also rund 4.000–6.300 kWh.

Das ist aber nur eine Spanne. Was Du konkret brauchst, hängt vor allem von Wärmebedarf und Effizienz (JAZ) ab.

Die Formel: Wärmebedarf ÷ JAZ

Stromverbrauch pro Jahr = Heizwärmebedarf ÷ Jahresarbeitszahl (JAZ)

Ein Beispiel: Ein Haus mit einem Wärmebedarf von 15.000 kWh und einer JAZ von 4,0 verbraucht:

15.000 kWh ÷ 4,0 = 3.750 kWh Strom pro Jahr

Bei einer schlechteren JAZ von 3,0 wären es schon 5.000 kWh – derselbe Wärmebedarf, ein Drittel mehr Strom. Die JAZ ist damit der größte Hebel. Was JAZ und SCOP genau bedeuten, erklärt der Artikel Wie funktioniert eine Wärmepumpe?.

Was den Stromverbrauch treibt

  • JAZ / Vorlauftemperatur: Je niedriger die nötige Vorlauftemperatur, desto höher die JAZ und desto weniger Strom. (Faustregel: jedes Grad weniger Vorlauf spart rund 2,5 % Energie.)
  • Dämmzustand des Hauses: Ein gut gedämmtes Haus hat weniger Wärmebedarf – der wichtigste Grundhebel.
  • Warmwasser: Kommt zum Heizbedarf hinzu und erhöht den Verbrauch.
  • Wärmequelle: Erd- und Grundwasser-Wärmepumpen haben höhere JAZ als Luftwärmepumpen und verbrauchen daher weniger Strom.
  • Außentemperaturen: In sehr kalten Wintern steigt der Verbrauch.

Was kostet das an Strom?

Multipliziere den Verbrauch mit Deinem Strompreis. Wichtig: Für Wärmepumpen gibt es oft vergünstigte Wärmepumpentarife, und mit einer eigenen PV-Anlage sinken die Kosten weiter. Rechne Deinen Fall (inklusive Vergleich zu Gas/Öl und Amortisation) direkt durch:

👉 Zum Wärmepumpen-Wirtschaftlichkeitsrechner

So senkst Du den Stromverbrauch

  1. Vorlauftemperatur senken: größere/Niedertemperatur-Heizkörper, Fußbodenheizung, hydraulischer Abgleich.
  2. Gebäude dämmen: weniger Wärmebedarf = weniger Strom.
  3. PV-Strom nutzen: Eigenstrom vom Dach ist günstiger als Netzstrom.
  4. Richtig auslegen lassen: Eine passend dimensionierte Anlage mit hoher JAZ ist der beste Spar-Baustein – das gehört in die Hände eines Fachbetriebs.

Häufige Fragen

Wie viel Strom braucht eine Wärmepumpe pro Jahr? Im Einfamilienhaus grob 4.000–6.000 kWh, je nach Wärmebedarf und JAZ. Die Formel lautet: Wärmebedarf ÷ JAZ.

Ist eine Wärmepumpe ein Stromfresser? Nein – sie macht aus 1 kWh Strom 3–4 kWh Wärme. Der Stromverbrauch wirkt hoch, ersetzt aber den kompletten Gas-/Ölverbrauch und ist unterm Strich meist günstiger.

Wie kann ich den Stromverbrauch senken? Niedrige Vorlauftemperatur, gute Dämmung, PV-Strom und eine korrekt ausgelegte Anlage mit hoher JAZ sind die wirksamsten Hebel.

Lohnt sich ein Wärmepumpentarif? Oft ja: Spezielle Wärmepumpentarife sind meist günstiger als Haushaltsstrom. Prüfe die Angebote Deiner Region.

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