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Wärmepumpe

Brauchwasserwärmepumpe: Warmwasser sparsam mit der Wärmepumpe

Stand: August 2026 · Die Eiseule-Redaktion

Brauchwasserwärmepumpe mit integriertem Warmwasserspeicher in einem Kellerraum.

Warmwasser fürs Duschen, Baden und Spülen macht in vielen Haushalten einen großen Teil der Energiekosten aus – besonders, wenn es per Strom über einen alten Elektroboiler erhitzt wird. Genau hier setzt die Brauchwasserwärmepumpe (auch Warmwasserwärmepumpe) an: Sie holt die Wärme fürs Warmwasser aus der Umgebungsluft – und spart damit richtig Strom.

Was ist eine Brauchwasserwärmepumpe?

Es ist eine spezielle, kompakte Luftwärmepumpe – nur fürs Warmwasser, nicht fürs Heizen. Meist steckt sie in einem einzigen Gerät zusammen mit einem integrierten Warmwasserspeicher (oft rund 200–300 Liter). Sie ist damit unabhängig von Deiner Heizung und ersetzt vor allem teure elektrische Warmwasserbereitung.

Wie sie funktioniert

Das Prinzip ist dasselbe wie bei jeder Wärmepumpe: Sie entzieht der Umgebungsluft Wärme und überträgt sie aufs Wasser im Speicher. Als Wärmequelle dient je nach Modell die Raum-/Kellerluft, die Abluft der Wohnraumlüftung oder die Außenluft.

Dabei erreicht sie einen COP von rund 3,0–3,5 – aus 1 kWh Strom werden also etwa 3–3,5 kWh Wärme fürs Warmwasser. Gegenüber einem Elektroboiler oder Durchlauferhitzer spart das bis zu 70 % Energie.

Was kostet sie – und was spart sie?

  • Anschaffung: Geräte mit integriertem Speicher gibt es grob ab 2.000–3.000 €.
  • Ersparnis: Für einen 4-Personen-Haushalt (ca. 200 l Warmwasser/Tag) sind je nach Stromtarif und Nutzung grob 300–500 € pro Jahr drin – gegenüber elektrischer Warmwasserbereitung.

Damit amortisiert sie sich oft in überschaubarer Zeit, vor allem, wenn Du bisher mit Strom Warmwasser machst.

Wichtig: der Aufstellort

Die Brauchwasserwärmepumpe kühlt die Luft im Aufstellraum ab, während sie ihr Wärme entzieht. Das hat Folgen:

  • Ideal: ein ohnehin warmer, ungenutzter Raum wie der Heizungskeller – oder der Betrieb im Sommer. Der Kühleffekt ist dann willkommen oder egal.
  • Ungünstig: ein beheizter Wohnraum im Winter – dort „klaut” sie Heizwärme, was den Spareffekt schmälert.
  • Der Raum braucht ein ausreichendes Luftvolumen bzw. eine Anbindung an Außenluft.

Für wen sich das lohnt

  • Du erhitzt Warmwasser bisher elektrisch (Boiler, Durchlauferhitzer) – hier ist der Spareffekt am größten.
  • Du hast eine PV-Anlage: Die Brauchwasserwärmepumpe läuft günstig mit dem eigenen Solarstrom.
  • Du behältst vorerst Deine Gasheizung, willst aber wenigstens das Warmwasser günstiger und klimafreundlicher machen.
  • Du hast einen geeigneten Aufstellraum (z. B. Keller) mit genug Luft.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Brauchwasser- und Heizungswärmepumpe? Die Brauchwasserwärmepumpe macht nur Warmwasser, die Heizungswärmepumpe heizt das ganze Haus (und meist auch das Warmwasser). Wer eine Heizungswärmepumpe einbaut, braucht in der Regel keine separate Brauchwasserwärmepumpe.

Wie viel spart eine Brauchwasserwärmepumpe? Gegenüber elektrischer Warmwasserbereitung bis zu 70 % Energie – für einen 4-Personen-Haushalt grob 300–500 € pro Jahr, je nach Tarif und Verbrauch.

Wird eine Brauchwasserwärmepumpe gefördert? Die große Heizungsförderung zielt auf Heizungswärmepumpen. Für die reine Warmwasserlösung sind die Fördermöglichkeiten begrenzter – prüfe die aktuellen Förderbedingungen für Deinen Fall.

Wo stelle ich sie am besten auf? In einem ausreichend großen, eher ungenutzten Raum wie dem Heizungskeller. Beachte, dass sie die Raumluft abkühlt – im beheizten Wohnraum im Winter ist das ungünstig.

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